Alle Beiträge von Manfred Treib

Geschichte und Aktuelles

Portugal und Brasilien vor 200 Jahren

Am 4. April 1819  wurde  in Río de Janeiro Maria, die später als Maria II. auf den portugiesischen Königsthron gelangte, geboren. Sie ging aus dem Ehe zwischen dem portugiesischen Kronprinzen Pedro, der nach der Unabhängigkeit Brasiliens als Kaiser Pedro I. herrschte, und María Leopoldina von Österreich hervor. Der portugiesische Königshof hatte sich auf der Flucht vor Napoleon 1808 nach Brasilien begeben und regierte das lusitanische Weltreich bis 1822 von dort aus.

Portugal vor100 Jahren

Am  19. Januar 1919 brach eine von Militärs geleiteter Aufstand  mit Schwerpunkt in Porto, der einen weiteren  Teil Nordportugals erfasste,  aus. Das Ziel war die Wiedereinführung der 1910 gestürzten Monarchie. Die Rebellion brach nach knapp einem Monat zusammen.

Aus der lusophonen Kulturszene

Die bekannte FadosängerinCarminho kehrt nach einem Ausflug in die Welt ider Musik von Carlos Antônio Jobim, mit der sie auch 2017 in Deutschland gastiert hatte, zum Fado zurück. Wie man in „CulturaÍpsilon“ am 29. November 2018 lesen konnte, hat sie inzwischen eine neue Platte unter dem Titel „Maria „, welche auch Kompositonen von ihr selbst enthält, herausgegeben. 

Auf der alljährlichen  in Guadalajara/Mexiko abgehaltenen  größten Buchmesse Lateinamerikas, die vom 24.November bis zum 2. Dezember 2018 stattfand,war Portugal dieses Mal Ehrengast. Wie  „CulturaÍpsilon“ unter dem 2. Dezember 2018 berichtet wurde in diesem Rahmen auch eine kritische Debatte, an der die Schriftstellerinnen Lídia Jorge, Isabel Figueiredo und DulceMaría Cardoso teilnahmen, über die portugiesische Kolonialpolitik in Afrika abgehalten. Alle drei Autoinnen haben ihre afrikanischen Erfahrungen auch in ihrem Werk verarbeitet.

Wie die genannte Publikation am 7. Dezember berichtet, hat die Brasilianerin Marília Garcia mit ihrem Gedichtband „CâmeraLenta“(Zeitlupe) den 1. Preis des alljährlich vergebenen PrêmioOceanos gewonnen.Weitere Preisträger warendie  Portugiesen Bruno Vieira Amaral und Luis de Quintais sowie den Mosambikaner Luis Carlos Paraquim. Die Verleihung des  von der brasilianischen  Stiftung „ CulturaItau“  verliehenen Preises fand dieses Jahr erstmals in Portugal und zwar im Ajuda-Palast zu Lissabon im Beisein des portugiesischen Staatspräsidenten statt.

Am 3. Januar 2019 wurde von „Ìpsilon“ gemeldet, dass aus dem Kloster von Odivelas, in dem König Dinis, der von 1279 bis 1325 Portugal regierte, seine letzte Ruhe fand, Ende des vergangenen Jahres 170 wertvolle bemalte Kacheln (Azulejos) gestohlenwurden.

Am 7. Januar 2019 wurde in einem Artikel von „Ipsilon“ darauf aufmerksam gemacht, dass in dem Bildband „The World’s Most Famous Libraries“ mit Fotografien des Italieners Massimo Listri  auch drei Bibliotheken aus dem portugiesischen Sprachbereich präsentiert werden. Es handelt sich um die in der Universität Coimbra befindliche BibliotecaJoanina, die des Palastes von Mafra und die des Real Gabinete de Leitura in Río de Janeiro

Eine Ausstellung im Ajuda-Palast, die noch bis zum 29. März 2019 geöffnet ist, widmet sich mit vielen interessanten Exponaten den vor etwa 500 Jahren begonnen Beziehungen zwischen Japan und Portugal.

Brasilianische Literaturgeschichte II

Von der Unabhängigkeit des Landes bis zum Modernismus (1922)

Nach  1822,  dem Jahr der Unabhängigkeit, wächst in Brasilien das Nationalgefühl, ist man auf der Suche nach der Vergangenheit und rühmt die Natur des Vaterlands. Bis 1836 herrscht noch der in dem Kapitel über die Literatur der Kolonialzeit erwähnte  „Arcadismo“ vorBis 1889 war Brasilien ein Kaiserreich und durchlebte in dieser Periode  häufige politische Wirren. In dieser Zeit kommt in der Literatur die Romantik(1836-1881)auf ,die man in 3 Phasen oder Generationen einteilen kann: Romantik kann, deren  erste die nationalistische ist; sie wird  auch die „indiainistische Generation“ genannt, da der Indianer als nationaler Held eine gewichtige Rolle spielt. Die Hauptautoren dieser Epoche sind Gonçalves de Magalhaes, Gonçalves Dias , Araújo Porto und besonders erwähnenswert José de Alencar, der ein umfangreiches Werk hinterließ, woraus der mehrmals  verfilmte Roman „Iracema“ der Hervorhebung  bedarf. Die zweite Phase ist die des „mal do século“, des Übels des Jahrhunderts.Diese ist von Egozentrismus, der Bohemie, des Pessimismus, des Zweifels und der dauernden Langeweile durchdrungen. Sie zeigt sich in der Idealisierung der Kindheit, erträumten Jungfrauen und der Überhöhung des Todes. Die hauptsächlichen Poeten dieser Phase waren Álvares de Azevedo, Casimiro de Abreu  mit seinem berühmten Gedicht „MeusOitoAnos“, Junqueira Freire und Fagundes Varela. Als Autor hauptsächlich  von Prosa sollte man Bernardo Guimaraesnennen, der sich sich in seinen Romanen regionalen  Themen widmete. Sein bekanntestes Werk ist „Die Sklavin Isaura“ stellt er, der für dieBeseitigung  der Sklaverei eintrat, das Leben und Schicksal einen Sklavin in denMittelpunkt der Handlung. Die dritte Generation setzt etwa 1870 und dauert bis etwa 1881. Es ist ein Zeitabschnitt in dem Paraguay-Krieg (auch Krieg der Dreierallianz genannt) endet und die republikanische Bewegung an Kraft gewinnt. Es sind auch die Jahre, in denen die philosophische Richtung des Positivismus immer dominierender wird. Einer der größten Vertreter dieser Phase der Romantik war der bereits mit im Alter von 24 Jahren verstorbene Castro Alves Charakteristika seines Werkes sind seine intensive Liebeslyrik und sein leidenschaftliches Eintreten für staatsbürgerliche Gesinnung und Humanität verbunden mit einem starken Plädoyer für eine Abschaffung der Sklaverei. Von dieser Geisteshaltung zeugt u.a. sein Gedicht „O NavioNegreiro“ (Das Sklavenschiff) Als Verfasser von Prosawerken wäre Alfrede Visconde de Taunay zu nennen, der sich mit seiner historischen Erzählung „A Retirada da Laguna° (Der Rückzug von der Lagune) hohes literarisches Ansehen  erwarb.

Die darauffolgende Periode war die des Realismus (1881-1902)  In den 1880er Jahren gab es viel Unruhe im Militär und die Rufe nach Freilassung der Sklaven i wurden immer lauter; desgleichen wurde die republikanische Bewegung immer mächtiger.Eine Spielart des Realismus war der stark von Frankreich beeinflusste „parnasianismo“, der sich stark an die klassische Antike anlehnt, die Versregeln werden streng beachtet und die meisten Gedichte werden in Form eines Sonetts verfasst. Die Themen sind oft der Geschichte entnommen. Die Autoren dieser literarischen Richtung halten sich an das Prinzip des „l*artpourl’art“ . Die Triade  des „panasianismo „wird von Alberto de Oliveira, Raimundo Correia und OlavoBilac gebildet. Von letzterem ist besonders seine Hymne auf die portugiesische  Sprache, „LinguaPortuguesa“, bekannt. Unter den Autoren von Prosa sei Artur Azevedo mit seinen Erzählungen erwähnt. Ein der größten Repräsentanten des Realismus war zweifellos der stark vom Pessimismus Schopenhauers beeinflusste  Autodidakt Machado de Assis. der neben seiner Poesie sich vor allem mit seinem Prosawerk bis heute einen Fixpunkt in der brasilianischen Literatur bildet. Herausgegriffen unter seinen Werken seien „Helena“  und der autobiographische Roman „Memorial de Aires“  Machado de Assis gründete im Dezember 1896 die Brasilianische Akadamie der Literatur (AcademiaBrasileira de Letras). Euclides da Cunha hat sich einen dauerhaften Platz in der brasilianischen Literaturgeschichte mit seinem Werk „Os Sertões“ , in welchem er mit intensiven Realismus die Landschaft und die Menschen des brasilianischen Nordostens porträtiert, gesichert

Eine weitere literarische Gattung, die Ende des 19. Jahrhunderts aufkam,  war der Symbolismus (1895-1922), der sich mit der letzten Phase des Realismus überschnitt  und sich zeitlich auch über die Belle Époque erstreckte. Die Initialzündung dazu gab der Sohn afrikanischer Sklaven Cruz e Sousa mit seinem Gedichtbuch „Broquéis“. Der Symbolismus hatte seinen Ursprung im Süden Brasiliens, wo es eine große Unzufriedenheit mit der nach dem Sturz der Monarchie geschaffenen Republik gab. Als Vertreter der Prosa sei Duque Gonzaga, der mit „MocidadeMorta“ (Tote Jugend) einen vielbeachteten Roman schrieb.

Die letzte Epoche bis zum Beginn des brasilianischen Modernismus war die Belle Èpoque (1902-1922), die auch pre-modernismo genannt wird. Dieser Zeitabschnitt wird durch eine starke Einwanderung, industrielle Entwicklung und den 1. Weltkrieg, in den Brasilien in der Endphase auch militärisch eingriff. gekennzeichnet. Obwohl man bei der Belle Époque nicht von einer literarischen Schule sprechen kann, so gibt es doch einige Gemeinsamkeiten zwischen den herausragenden Autoren dieser Jahre, den ihre Werke waren innovativ, klagten die brasilianische Wirklichkeit an und schilderten dabei das Leben der einfachen Leute in den verschiedenen  Regionen und näherten so die Literatur der Realität  des Landes an. José BentoLobato Monteiro erzielte mit seinen Erzählbänden „Urupés“, „A CidadeMorta“ (Die tote Stadt) und „Negrinha“ (die kleine Negerin) einen großen Erfolgbeim Publikum und widmete sich auch der Kind- und Jugendliteratur. Ein anderer Vertreter dieser Zeit ist Afonso Henriques de Lima Barreto, der in seinen Werken die Gesellschaft teilweise auf eine satirische Weise kritisch schildert. Zu seinen besten Werken zählt „Histórias e Sonhos“ (Geschichten und Träume) Schließlich sei schließlich noch José Pereira de GraçaAranhaerwähnt ,we,r in seinem besten Roman    „Canaá“ (Kanaa), die Anpassung eines deutschen Zuwanderers an die brasilianischen Verhältnisse in den Mittelpunkt stellt.

Quellen: Massud Moisés, História da Literatura Brasileira, Bände I und II, Sao Paulo, 2001 

DomingosPaschoalCegalla, NovíssimaAntologia Da Língua Portuguesa, 2. Ausgabe,  Rio de Janeiro. Internet: História da LiteraturaBrasileira – Cola da Web        

Die Geschichte der brasilianischen Literatur

Teil 1 . Die Kolonialzeit

Die brasilianische Literatur muss man in  großen Zügen in  zwei Epochen unterteilen: in die koloniale und die nationale Epoche (seit der Unabhängigkeit)

Das erste literarische Dokument, welches aus Brasilien kam, war der Bericht an König Manuel I. , verfasst von Pero  Vaz de Caminha, des Schreibers des Flottenkommandanten Pedro Álvares Cabral, des Entdeckers Brasiliens im April 1500. Vaz de Caminha schildert darin die Indianer sowie  verschiedene Aspekte  der brasilianischen Natur. Schriften von anderen Besuchern Brasiliens, die hauptsächlich in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in ähnlicher Weise Land und Leute beschreiben, kann man als Reiseliteratur bezeichnen; sie ist rein deskriptiv und ohne größeren literarischen Wert im eigentlichen Sinne.Andererseits nahm in diesem Zeitabschnitt auch die literarische Betätigung der nach Brasilien gekommenen Jesuiten Gestalt an. Außer religiösen Gedichten schrieben sie in pädagogischer Absichtdie auf Bibeltexten basierende Theaterstücke. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Pater José Anchieta (1534-1597), der ein reichhaltiges Werk, bestehend aus Gedichten und verschiedenen religiösen Schauspielen im Stile von Gil Vicente,  hinterließ. Des Weiteren verfasste er eine Grammatik der Sprache der Volksgruppe derTupi-Guarani.

Im Jahr 1601 veröffentlichte Bento Teixeira (1561?-1618?) sein episches Gedicht „Prosopopeia“ , welches als erstes Zeugnis des Barock in Brasilien betrachtet wird. In ihm werden Episoden aus dem Leben einer mächtigen Familie im Nordosten Brasiliens geschildert. Einer der wichtigsten Vertreter der Literatur des 17. Jahrhunderts in Brasilien ist Gregório de Matos (1633-1696). Er  war Lyriker, aber schrieb auch satirischer Werke, die ihm den Beinamen „Höllenschlund“ und die Verbannung nach Mosambik einbrachten.

Der Jesuit Padre António Vieira (1633-1697) war ein berühmter Prediger und u.a. Beichtvater von Cristina von Schweden. Seine Werk besteht aus 3 Teilen: Prophezeiungen(3), Briefe(500) und Predigten (200). Da er die getauften Juden verteidigte, wurde er von der Inquisition  zwei Jahre  ins Gefängnis geworfen. Er verfeindete sich aber auch mit den Großgrundbesitzern, da er sich für die Indianer einsetzte.

1768 begann die Ära des „Arcadismo“. Zu dieser Zeit wurde die kurzlebige literarische Gesellschaft „ArcádiaUltramarina“ gegründet und auch die „Obras “  von Cláudio Manuel da Costa (1728-1789). publiziert. Er verfasste neben weiteren Dichtungen auch ein Theaterstück und rief  eine  literarische Akademie ins Leben. 1789 nahm er  an einer unter dem Namen „InconfidênciaMineira“ in die Geschichte eingegangenen Verschwörung gegen die portugiesische Kolonialmacht teil und starb im Gefängnis. Befreundet war er mit Tomás Antônio Gonzaga, dessen Liebeslyrik zu dem Besten zählt, was in portugiesischer Sprach auf diesem Gebiet geschrieben wurde. Erwähnenswert sind auch seine „CartasChilenas (Chilenische Briefe)“, die sich in Versform satirischmit dem Gouverneur von Minas Gerais auseinandersetzen. Er nahm ebenfalls an der „Inconfidência Mineira“ teil, wurde in die Verbannung nach Mosambik geschickt, wo er auch starb.Einige Charakteristika des „Arcadismo“ sind die Einfachheit des Stils  und Lob des einfachen Lebens, Hinwendung zu den Mustern der Antike und der Renaissance, Kritik am Leben in den urbanen Zentren und Verwendung von Pseudonymen.

Quellen:
Domingos Paschoal Cegalla. Novíssima Antologia da Língua Portuguesa (zweite Ausgabe)
Internet: História da Literatura Brasileira – Cola da Web

Wikipedia – História da Literatura Brasileira

Saudade Portuguesa – Sehnsucht auf Portugiesisch

Die portugiesische Saudade ist mehr als Sehnsucht und etwas anderes als Blues oder Nostalgie – ein schwer übersetzbarer Begriff.  Umso reizvoller ist es, seiner Bedeutung und seinen verschiedenen Ausprägungen auf die Spur zu kommen – in Gedichten, Liedern und Reflexionen.

Am Samstag, den 1. September 2018,  gestalten Mitglieder des Kulturvereins „Chave Lusófona“ einen Lieder- und Poesieabend zu diesem einzigartigen Phänomen aus dem portugiesischsprachigen Kulturbereich.

Wo?
In  „Goedeken’s Restauration“ , Berckstraße 4, Bremen-Horn
(Straßenbahnlinie 4, Haltestelle Horn), Tel. 236509

Wann?
Samstag, 1.9.2018, 18.30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

 

 

 

 

 

 

Kulturnachrichten

Wie man kürzlich Artikeln, die im „Jornal do Algarve“ und in der Kulturbeilage „Ìpsilon“  von „Público“ erschienen sind, entnehmen konnte, hat die Erfolgsautorin Lídia Jorge mit „Estuário“ hat einen weiteren Roman veröffentlicht; es handelt sich um die Geschichte einer Familie, die den wirtschaftlichen Ruin erleidet. Die Autorin nahm 2006 in Bremen zusammen mit ihrer Übersetzerin  Karin von Schweder-Schreiner den Albatros-Literaturpreis der Günther-Grass-Stiftung entgegen und unser Verein hatte die Freude,  für die beiden eine Stadtführung und ein öffentliches Gespräch im Café Lisboa  organisieren zu dürfen.

Wie „Ipsilon“ am 19.6.2018 berichtete, wird Portugal auf der vom 24. 11. bis 2.12. 2018  stattfindenden lateinamerikanischen Buchmesse im Zentrum des Interesses stehen. In diesem Rahmen werden der verstorbene Nobelpreisträger José Saramago und der Träger des mexikanischen Juan-Rulfo-Preises AntónioLobo Antunes geehrt.

„Ìpsilon“ schreibt in seiner Ausgabe vom 2. Juli 2018, dass das brasilianische Literaturmagazin  „Quatrocinco um“  jetzt auch in Portugal vertrieben wird. Es ist bei Fnac, der Buchkette Bertrand und im Laden des Verlags „Tinta da China“ erhältlich. Letzterer gibt auch simultan in Portugal und Brasilien die Kulturzeitschrift „RevistaGrantaemLínguaPortuguesa“ heraus.

In diesem Jahr gedenken wir des Endes des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren. Es drängt sich in diesem Zusammenhang die Frage auf, welche Rolle Portugal in diesem Konflikt, an dem so viele Nationen beteiligt waren, gespielt hat.

Portugal welches 1910 die Monarchie gestürzt hatte, bewahrte am Anfang dieses Krieges Neutralität, obwohl es immer wieder seine Treue zur jahrhundertelangen Allianz mit Großbritannien, die auf den  1386 geschlossenen Freundschaftsvertrag von Windsor zurückgeht, bekräftigt. Doch ganz ohne Vorbehalte  war das Verhältnis zur Großbritannien nicht  mehr, da es 1880 zu einem Zusammenstoß beider Interessen im südlichen Afrika gekommen war. Darüber hinaus hatten Deutschland und Großbritannien 1913 einen Geheimvertrag, worin die Übertragung eines Teils der portugiesischen Kolonialbesitzes in Afrika an Deutschland vorgesehen war, abgeschlossen, der aber aufgrund des Ausbruchs des 1. Weltkriegs ohne praktische Konsequenzen blieb.Im Laufe der ersten 2 Kriegsjahre wurde der Wunsch, auch militärisch in den Konflikt einzugreifen, von maßgeblichen Kräften der politischen Klasse immer lauter geäußert, wobei die folgenden Gründe maßgeblich waren: Es wurde als im nationalen Interesse Portugalsliegend betrachtet, die Alliierten in ihrem Kampf gegen Deutschland zu unterstützen, nicht zuletzt um seinen afrikanischen Kolonialbesitz zu sichern. Deutschland stellte immer offenere Ansprüche in dieser Hinsicht, was sich auch in aggressiven Artikeln in der deutschen Presse äußerte. In diesem Zusammenhang wollte Portugal durch eine Teilnahme am Krieg erreichen, dass es bei Kriegsende an den Friedensverhandlungen beteiligt würde, um somit zu verhindern, dass seine afrikanischen Gebiete unter die Verhandlungsmasse der anderen Mächte fallen würde. Während der Nachbar Spanien aufgrund einer überwiegend germanophilen Einstellung neutral blieb, verschaffte Portugal die Teilnahme an dem großen Krieg die endgültige allseitige internationale Anerkennung, die ihm nach dem Sturz der Monarchie 1910 von einiger Staaten versagt geblieben war. Bernardino Machado, der Präsident der Republik, die Republikanische Partei und der PartidoEvolucionista sprachen sich für den Kriegseintritt aus, wohingegen BritoCamach als Vorsitzender der Rechten mit deutschfreundlichen Neigungen sich dagegen wandte. Am Anfang des Krieges schien es so, dass Großbritannien einfach keinen Nutzen darin sah, Portugal bei diesem Konflikt an seiner Seite zu haben, änderte aber dann seinen Sinn. Da es zunehmend Schwierigkeiten hatte, die nötigen Kapazitäten für seine Seetransporte aufzubringen, ersuchte es Portugal im Februar 1916, alle 72 deutschen Schiffe, die sich in seinen Häfen befanden zu beschlagnahmen . 65 % der Schiffe wurden Großbritannien überlassen, den  Rest behielten die Portugiesen Darauf erklärte Deutschland Portugal den Krieg. Es war Portugal ohnehin schwergefallen, aufgrund der deutschen Angriffe auf Angola sowie Mosambik und der Versuche, deren eingeborene Bevölkerung gegen die portugiesische Kolonialherrschaft aufzuwiegeln.die diplomatischen Beziehungen aufrechtzuerhalten. Die in Portugal wohnenden Deutschen mussten umgehend das Land verlassen und ihr Besitz wurde beschlagnahmt; die Deutsche Schule geschlossen.

Portugal war militärisch schlecht auf den Krieg vorbereitet und konnte somit erst mit einer gewissen Verzögerung  ein Expeditionskops von anfangsca. 8000 Mann nach Frankreich entsenden, um dort auf den Feldern Flanderns zu kämpfen.Verteidigungsminister  Norton de Matos gelang es jedoch, innerhalb von nur 9 Monaten eine den Anforderungen mehr oder weniger genügende  Streitmacht aufzubauen („Das Wunder von Tancos“) Für die portugiesische Bevölkerung hatte der Krieg  jedoch schlimme Auswirkungen, denn es fehlte bald an Grundnahrungsmitteln, was zu Hungersnöten in den unteren Schichten in den Städten  führte und viele Waren wurden rationiert . Es kam auch zu regelrechten Revolten Die steigende Zahl der Truppen, die nach Frankreich und Afrika entsandt wurden, belastete die ohnehin knappen Ressourcen.Bald kamen auch Nachrichten über die an verschiedenen Kriegen Gefallenen, was die Stimmung zusätzlich verschlechterte. Die wachsende Unzufriedenheit nutzten die Unionisten–Partei und die Monarchisten, die 1917 noch an einen Sieg der Deutschen glaubten,um zu fordern, dass Portugal es aufgäbe, sich aktiv an weiteren Kämpfen zu beteiligen. Am 5. Dezember putschte sich Sidónia Pais, ein Universitätsprofessor, Militär, mehrfacher Minister und bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen Gesandter in Berlin, an die Macht mit dem Ziel ,ein autoritäres, konservatives Regime zu errichten. Er strebte in diesem Zusammenhang eine korporative Ordnung an. Er wurde am 14. Dezember 1918 ermordet.

Bis Ende Oktober 1917 hatte Portugal 60 000 Soldaten nach Frankreich gesandt. Diese wurden dem 11. Korps der 1. Britischen Armee angegliedert. Die Moral der portugiesischen Truppe war aufgrund des harten Winters 2017/18 niedrig, aber auch, weil viele keinen wirklichen Grund für ihren Einsatz in Frankreich sahen; ein weiterer Faktor war, dass Soldaten über eine längere Zeit keinen Urlaub nehmen konnten; es kam zu gelegentlichen Meutereien. Überdies wurde die Entsendung von Verstärkung nach Flandern immer schwieriger, da Großbritannien  mit dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten im April 1917 seine gesamten Schiffskapazitäten für den Transport der U.S. Truppen nach Europa zur Verfügung stellte. Des Weiteren führte der Zermürbungskrieg zu größeren Verluste. Dies alles hatte zur Folge, dass viele Einheiten unterbesetzt waren und es an Offizieren mangelte.  Am 9. April 1918 begann die Schlacht an der Lys, bei der sich 100 000 Deutsche und 20 000 Portugiesen, die ohne wesentliche alliierte Unterstützung kämpfen mussten, gegenüberstanden. Trotz hartnäckigem Widerstand wurden die Portugiesen überrannt und hatten 400 Tote und eine große Zahl Gefangener zu beklagen. Zur Zeit des Waffenstillstands (Ende 1918) zählte das Portugiesische Expeditionskorps in Europa 2150 Tote, 5224 Verwundete und 6678 Gefangene. Auf dem Soldatenfriedhof von Richbourg (Pas-de-Calais) sind die sterblichen Überreste von 1831 portugiesischen  Soldaten gebettet.

In Angola versuchten die portugiesischen Truppen die Deutschen aus diesem Territorium zu vertreiben, erlitten  aber im Dezember 1914 (also  vor dem offiziellen Kriegszustand) eine schwere Niederlage, mit der Folge einer Revolte der Eingeborenen gegen die portugiesische Kolonialherrschaft. Die Regierung in Lissabon musste aus diesem Grund 397 Offiziere und 12043 gemeine Soldaten aus Portugal zur Unterstützung nach Angola entsenden und auch aus Mosambik wurde Verstärkung nach Angola beordert.

Nach einem Angriff deutscher Truppen auf einen mosambikanischen Grenzposten kamen im

Oktober 1914 1527 Soldaten aus dem Mutterland in Mosambik und weitere größere

Truppenwurden in den 3 folgenden Jahren auf den Weg gebracht.Während die portugiesischen

Verluste in Europa gut belegt sind, gibt es für den  Krieg in Afrika keine verlässlichen Angaben.

Man spricht von „mehreren Tausend“ Toten. Das im Nordosten Mosambiks gelegene Dreieck

von Quionga, welches Deutschland 1895 in Besitz genommen hatte wurde Portugal im Rahmen

des Versailler Vertrags an Portugal zurückgegeben.

Die ersten 2 Nachkriegsjahre waren von einem wirtschaftlichen Aufschwun gekennzeichnet, doch

geriet das Land danach in eine ökonomische Krise und die politische Situation war ausgesprochen

instabil. 1926 übernahm eine Militärdiktatur die Macht.

Quellen; DiogoFreitas do Amaral, Da Lusitânia a Portugal-doismilanos de história

Lissabon 2017 (dritte Ausgabe) S. 342-352

A.H. Oliveira Martins, Geschichte Portugals und des portugiesischen Weltreichs, Stuttgart 2001,

  1. 488-506

Internet:

A guerraesquecidaemÀfrica – umalacuna da históriaportuguesa

Wikipedia – Das portugiesische Expeditionskorps

Wikipedia Portugal naPrimeira Guerra Mundial

Wikipedia Triângulo de Quionga

 

In einem weiteren Beitrag warden wir unsmit der Rolle Brasiliens im 2. Weltkrieg beschäftigen.

 

Kulturnachrichten aus dem portugiesischsprachigen Raum – Noticias culturais do mundo lusófono

Portugal vor 100 Jahren: Nach dem Eintritt Portugals an der Seite der Westalliierten in den  1. Weltkrieg  verschärften sich die Gegensätze zwischen den politischen Parteien und der Krieg mit seinen Entbehrungen führte auch zu sozialen Unruhen. Am 5. Dezember 1917 kam es unter der Führung von Sidónio Pais mit Unterstützung eines Teils der Bevölkerung zu einer Militärrevolte. Sidónio Pais war Militär gewesen, hatte verschiedene Ministerposten bekleidet und als Botschafter in  Berlin fungiert. Nach dem Putsch errichtete Pais mit Unterstützung des PartidoRepublicano eine Militärdiktatur, wobei er verschiedene Artikel  der Verfassung änderte; u.a. sollte der Präsident der Republik direkt vom Volk gewählt werden, was dann auch im April 1918 geschah. Im Laufe seiner äußerst autokratischen Präsidentschaft schaffte er die in der Verfassung von 1911 vorgesehene Trennung von Kirche und Staat ab. Sein Regime gab sich den Namen “ Neue Republik“(República Nova). Im Dezember 1918 wurde Sidónio Pais ermordet.

 

Ein Besuch des Museu Nacional de Arte Antiga (Museum für Alte Kunst)  in Lissabon mit seinen zahlreichen Werken portugiesischer und internationaler Kunst ist immer lohnenswert; z.Zt. bietet es darüber hinaus noch bis zum 18. März 2018 eine informative Sonderausstellung über Madeira im 15. und 16.Jahrhundert, als der Zuckerrohranbau bestimmend in der Wirtschaft war und seine Erträge zu einer kulturellen Entfaltung führte.

Wie die portugiesische Zeitung „Público“ meldet, wird ihre beliebte und reichhaltige  Kulturbeilage „CulturaÍpsilon“  im Rahmen einer  Kooperationsvereinbarung von der Buchhandelskette „LivrariaCultura“ mit Sitz in Sao Paulo in deren 19 Filialen in 10 Bundesstaaten gratis vertrieben. Dies ist zweifellos ein Erfolg für „Publico“ und ein positives Zeichen für die Zusammenarbeit im lusophonen Sprachbereich. Die nachstehenden Informationen sind  ebenfalls dieser  Publikation entnommen.

  • Erfreulicherweise ist es dem portugiesischen Staat gelungen, ein von einem nicht genannten Sammler bei Sotheby’s eingeliefertes kleinformatiges Bild mit einer Verkündigungsszene von Álvaro Pires de Êvora für 350 000 Euros zu ersteigern. Das Bild wird seinen künftigen Platz im Museu de Arte Antiga in Lissabon finden. Das Gemälde wird auf ca. 1434 datiert und es ist das erste, welches einem portugiesischen Maler zugeschrieben werden kann. Álvaro Pires de Èvora wanderte in die Toskana aus, wo er eine Reihe von Werken der Malerei hinterließ. Vasari erwähnt ihn als Alvaro Piero di Portogallo. Übrigens soll der frühere Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Zeitlang im Besitz des jetzt von der portugiesischen Regierung erworbenen Gemäldes gewesen sein Das einzige weitere in Portugal vorhandene Werk dieses Künstlers befindet sich im Museum von Èvora.
  • Portugal wird auf der diesjährigen Berlinale shorts (15.-25.2. 18) mit 3 Kurzfilmen vertreten sein 2012 hatte João Salaviza mit „Rafa“ 2012 den Goldenen Bären für Kurzfilme gewonnen.Dieses Jahr wird er mit dem Streifen „Russo“, den er gemeinsam mit dem Brasilianer Ricardo Alves jr. produziert hat, präsent sein;  des Weiteren werden  João Viana und David Pinheiro mit ihren Filmen vor Ort sein.
  • Die Archive des weltweit tätigen Architekten Álvaro Siza werden  bald, voraussichtlich noch im Februar, im Internet zur Verfügung stehen.  ÁlvaroSiza hatte 1992 für seine qualitativ hochwertige Architektur 1992 den Pritzker- Preis –  eine Art Nobelpreis  für Architektur – erhalten.
  • Alljährlich wird am 1.Mai der Tag der brasilianischen Literatur mit Würdigung bedeutender Autoren verschiedener Epochen gefeiert. Man hat diesen Tag  gewählt, weil einer der bedeutendsten Schriftsteller Brasiliens des 19. Jahrhunderts, José de Alancar, am 1. Mai 1829 geboren wurde. Bereits am 18. April wird im Rahmen eines Tages der Kinderliteratur dieses Genre gewürdigt.

Literaturanregungen zu Portugal

Literaturanregungen  zu Portugal

Diese Literaturangaben beanspruchen keine Vollständigkeit.
Sie sind gedacht als (persönliche) Empfehlungen für alle , die sich lesend dem Thema „Portugal“ nähern möchten.
Nicht mehr lieferbare Titel sind in der Regel problemlos antiquarisch (Buchhandel oder online) zu bestellen.


16. Jahrhundert

Camoes, Luis de (1524 – 1580). – Die Lusiaden.
Nationalepos
(Dt. Teilübersetzungen von Schlegel, Fichte, Platen; neuere Gesamtübertragung von H.-J.Schaeffer im Elfenbein Verlag – ca. 2010)
– Das Epos von der Entdeckung des Seewegs nach Indien durch Vasco da Gama und seine glückliche Heimkehr (Vorbild: Odyssee)  bildet den Rahmen für die Darstellung der Geschichte Portugals.


Realismus/ Naturalismus

Queiroz, Eca de (1846 – 1900)
Der bedeutendste portugiesische Autor des Jahrhunderts
– Das Verbrechen des Padre Amaro (1875)
– Der Vetter Basilio (1878)
–  Die Maias (1888): Hauptwerk
Sitten- und Gesellschaftsdarstellung Portugals im 19. Jahrhundert  im europäischen Kontext


20. Jahrhundert
(alphabetisch).

Antunes, Lobo. – Der Judaskuß.
– die Geschichte eines aus Angola Zurückgekehrten und in Lissabon Gestrandeten
(bedeutendster zeitgenössischer Autor neben dem Nobelpreisträger Saramago)
ders. – Handbuch der Inquisition.
ders.- Die Rückkehr der Karavellen.
Grotesk-geniales Kaleidoskop Lissabons nach dem Sturz des Salazarregimes. Das heroische Zeitalter der Entdeckungen  überlebt nur noch als Parodie –  in den gescheiterten Existenzen der ins Mutterland und in die Hauptstadt zurückgespülten „Retornados“ (Zurückgekehrten) aus den ehemaligen Kolonien.

Enzensberger, Hans Magnus. – „Portugiesische Grübeleien“ in: Ach Europa! 1987

Jorge, Lidia. – Der Tag der Wunder. Freiburg: Beck & Glückler, 1980.
– Kindheit, bäuerliche Lebenswelt und Nelkenrevolution im Algarve
dies. – Milene (Roman) . Ffm. : Suhrkamp
– ausgezeichnet 2006 mit dem Literaturpreis der Günter-Grass-Stiftung Bremen

Namora, Fernando. Der traurige Fluß. München: Bertelsmann, 1982.
– das Leben in Lissabon in der Endphase der Salazar-Diktatur

Oliveira, Carlos de. – Eine Biene im Regen. Freiburg: Beck und Glückler, 1988 (1953).
– naturalistischer Roman aus den nördlichen Provinzen Portugals

Pessoa, Fernando. – Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares. Fischer TB.
– (philosophisch-aphoristisches) Hauptwerk des „modernen“ Autors
ders. – Ein anarchistischer Bankier. Berlin: Wagenbach, 1986.
– rhetorisches Kabinettstückchen und Lesegenuß
ders. – Mein Lissabon. Ein Lese- und BIlderbuch.
Zürich: Ammann Verlag.
Deutsche Version des von Pessoa ursprünglich 1925 auf Englisch herausgebrachten Bändches „What the tourist should see“.
(Die in Portugal erhältliche portugiesisch-englische Ausgabe enthält das Faklsimile eines Lissabon-Stadtplanes von 1929)

Pires, José Cardoso. – Lissaboner Logbuch.
Stimmen, Blicke, Erinnerungen (Nachwort Antonio Tabucchi)
Carl Hanser Verlag, 1997.
Kenntnisreiches Lissabon-Buch des bedeutenden portugiesschen Gegernwartsautors und ehemaligen Direktors der LIssaboner Tageszeitung „Diário de Notícias“

Saramago, José. – Das Memorial.
– historischer/sozialkritischer Roman über den Bau des  Klosters Mafra im 18.Jahrhundert (das als portugiesische „Antwort“ auf den Bau des spanischen Escorial gedacht war)
ders. – Das Todesjahr des Ricardo Reis. Rowohlt
– In den dreißiger Jahren kehrt der Arzt und Dichter Ricardo Reis nach langem Exil in Brasilien nach Lissabon zurück.
ders. – Die Portugiesische Reise. Reinbek: Rowohlt, 2003.
Literarisches und kulturhistorisches „Reisetagebuch“  durch Portugal von den Nordprovinzen zur Algarve – häufig mit Bezug auf das große romantische  Vorbild Almeida Garrett („Viagens na minha terra“)
Ders .– Hoffnung im Alentejo. Rowohlt Taschenbuch 1987
Dieser Roman brachte Saramago den endgültigen Durchbruch als Schriftsteller und stellt m.E. das gelungenste literarische Denkmal zur portugiesischen Nelkenrevolution dar.

Schneider, Reinhold. – Das Erdbeben.
Liebeserklärung an Portugal aus den 50er Jahren

Tabucchi, Antomio. – Lissaboner Requiem
ders. – Erklärt Perreira.
– verfilmt mit Mastroiani: ein Kulturredakteur zwischen Konformismus und Auflehnung in den 30er Jahren (Zeit Salazars, des aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland  und des Spanischen Bürgerkriegs)

Torga, Miguel.- Weinlese. Freiburg: Beck & Glückler, 1997 (1945).
– Ein Stück Zeitgeschichte aus dem ländlichen Norden Portugals

Sachbücher:
Bernecker, Walter und Pietschmann, Horst
Geschichte Portugals (Becks Wissen).

Günther, Horst. – Das Erdbeben von Lissabon.
(erschüttert die Meinungen und setzt das Denken in Bewegung)
–  Darstellung  der Auseinandersetzung zwischen traditionel-theologischer bzw. rationalistisch- fortschrittsgläubiger Weltdeutung

Lorenco, Eduardo. – Mythologie der Saudade, Suhrkamp TB
Standarwerk zum Lebensgefühl der Portugiesen

 Radasewsky, Werner. – 16 mal Portugal.
(Serie Piper: Panoramen der Welt). SP 5142/ – Portugal nach Provinzen

Schemann, Hans. – Portugal und die Portugiesen.
Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft. 1993.
Darstellung der portugiesischen Mentalität anhand historischer und sozialer Entstehungsbedingungen.

Scholl, Sabine. – Lissaboner Impressionen. Literarische Streifzüge.
Kentnnisreiche und aktuelle Darstellung Lissabons durch literarische Spurensuche. Zugang zum Thema über eine Art Stichwortsammlung –  von Melancholie über Dandys,  Sanfte Seefahrer, Heilige, Estado novo, Estoril  u.v.m.