Aller Anfang ist … sehr lang!

von Algeth Weerts

Auf jeden Fall hat die ganze Sache mit dem Pilgern eine längere Vorgeschichte.

Woher kommt mir nur dieser Gedanke? Gut: vor vielen Jahren war ich einmal in Santiago de Campostela – damals noch Motorrad fahrend.

meine alte Dame Kawasaki

Übrigens ein grandioser Urlaub; es gab noch Autoreisezüge bis nach Bordeaux! Danach durch Nordspanien ziemlich nah an der Caminho-Route, bis nach Portugal.

schon ganz nahe am „Weg“

Dabei waren wir auch einmal kurz in Santiago. Es gab seitdem so ein Art Basisgefühl, dass ich irgendwann einmal den Blick von oben, vom „Weg“ aus, auf diese Stadt haben wollte.

Erst im vergangenen Jahr (2018) aber kam mir „wandern!“

Eigentlich absurd! Denn ich gehöre einer älteren Generation an (und älter ist hier wirklich älter: demnächst 70) – die mit den schon völlig abgeschliffenen Kniegelenken (lateinisch: Gonarthrose. Nicht nur der Name ist doof). Solche Dinge entwickeln sich über Jahre, ach, Jahrzehnte. Ehrlich gesagt hatte ich sogar mit einem späteren Rollstuhldasein zumindest ein bisschen schon gerechnet. Aber es gibt Wege und Wendungen im Leben, die plötzlich neues Terrain öffnen.

Punkt eins: kluge Ärzte. Punkt zwei: Wassergymnastik. Punkt drei: die eigentlich kontraproduktive Ideen laufen – nein, gehen!! Nicht mal walken, nein, einfach nur gehen. Gehen!

Flugs ging es in die Ausrüstung: denn das Wichtigste sind (Punkt vier) gute Schuhe.

Und die waren der Beginn einer tiefen Freundschaft, wenn nicht gar Liebe! Wenn’s brennen würde und ich müsste das Haus verlassen, die Schuhe kämen auf jeden Fall mit!

wer noch mehr Interesse an Autoreisezügen hat:

2005 sind mit Autoreisezügen fast 200tsd Motorräder befördert worden!

https://www.welt.de/reise/article6914178/Als-die-Bahn-das-Auto-huckepack-nahm.html

https://www.eisenbahn.tv/2017/09/09/db-autozug/autoreisezug/